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Die Macht der Serie

Menschen lieben Serien. Warum ist das so und wie kannst du das im Digital Storytelling nutzen?

Schon das Gilgamesch-Epos, die älteste überlieferte Geschichte der Menschheit, beruhte auf einer Serie. Mehrere Erzählungen über den legendären sumerischen König fasste es zu einem Werk zusammen. Heute sind Serien bei Streaming-Diensten und im Fernsehen die erfolgreichsten erzählerischen Formate und aus unserem Leben kaum wegzudenken.

Steintafel mit einem Auszug des Gilgamesch-Epos

Warum Menschen Serien lieben

Aber warum lieben Menschen Serien? Die Neurowissenschaften liefern eine Erklärung. Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, in einer sich beständig wandelnden Umwelt Abweichungen, aber auch regelmäßige Muster zu suchen. Abweichungen alarmieren unser Gehirn. Im Zweifel geht eine Veränderung immer mit einem Risiko einher. Wiederkehrende Muster beruhigen es. Sie vermitteln ein Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit. Erkennen wir etwas wieder, belohnt sich unser Gehirn mit einer kleinen Dosis des Glückshormons Dopamin. Serien liefern dieses Gefühl.

Deine Vorteile

Für dich als Storyteller bietet das einen großen Vorteil. Schon allein mit der Einführung eines regelmäßigen seriellen Format spendierst du deinem Publikum eine kleine Dosis Glück.

Doch damit nicht genug. Serien erleichtern dir auch das Arbeiten. Du musst nicht darüber nachdenken, was du heute z.B. auf Instagram postest. Heute ist der Tag, an dem du deine Serie weiterführst, so wie es z.B. die Sprint-Europameisterin Gina Lückenkemper mit ihrer Rubrik „Flachwitz Freitag“ auf Instagram macht.

Gina Lückenkempers Instagram, Screenshot

Was möglich ist

Natürlich müssen es nicht unbedingt Witze sein wie bei Gina Lückenkemper. Die Möglichkeit der Serie sind schließlich unendlich. Für ein Museum könntest du ein Bild der Woche und die Geschichte dahinter präsentieren (oder einen Künstler der Woche). Der Düsseldorfer Kunstpalast macht das mit seiner Serie „Kunstklick mit Jakob“. Leider verzichtet er darauf, die Serie in seinen Highlights exponiert herauszustellen. Ebenso ist ein Einblick in sonst nicht zugängliche Räume denkbar, ein Interview mit einem Mitarbeiter oder etwas völlig anderes – und das natürlich nicht nur für Museen. Du weißt bestimmt selber, was dich, dein Unternehmen und deine Arbeit besonders macht.

Achten solltest du darauf, dass die Serie zu deiner Marke passt, egal ob Personal Brand oder Unternehmensmarke. Ein Küchenstudio, das auf seinem Facebook-Account regelmäßig Kochrezepte postet, bietet seinen Followern ein Extra, bleibt aber seiner Marke und seinem Thema treu.

Die Serie bietet dir aber auch die Chance, dein Image zu erweitern, ein Thema zu bedienen, das vielleicht in Zukunft Teil deiner Tätigkeit sein soll, oder ein Aspekt deiner Persönlichkeit, den du mit deinen Followern teilen möchtest.

Instagram des Kunstpalast, Düsseldorf, Screenshot

Kein Grund Angst zu haben

Am Anfang empfinden viele Serien oder Rubriken als Druck oder auch kreative Einschränkung. Schließlich muss eine Serie regelmäßig bedient werden. Außerdem müssen die Anforderungen, die sie thematisch und formal stellt, erfüllt werden.

Aber insbesondere diese Anforderungen entpuppen sich als Erleichterung. Autoren von Fernsehserien berichten gerne, wie erleichternd es für sie ist, bestehende Formate zu bedienen. „Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, wie ich etwas erzähle, denn das gibt mir das Format vor. Deshalb kann ich mich völlig auf die inhaltliche Seite konzentrieren und daran feilen, was ich eigentlich erzählen möchte“, so ein Autor.

Fazit

Kurz: Serien sind nicht nur populär und sollten fester Bestandteil deines Digital Storytelling sein. Sie erleichtern dir obendrein das Arbeiten und bieten dir Möglichkeiten andere Facetten zu zeigen.

Und noch etwas, vielleicht ist es dir als erfahrene Social Media Akteurin beim Lesen schon durch den Kopf gegangen: Challenges und Hashtags bieten dir die Chance, gemeinsam mit Gleichgesinnten Serien zu schaffen, Glücksmomente für deine Follower und für dich.

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