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Nur eine Frage

Ich bin privilegiert. Als Autor kann ich während eines Lockdowns weiter am nächsten Buch schreiben. Meine Seminare finden online statt.

Andere sind nicht so privilegiert. Nicht nur Autoren, Musiker, freie Schauspieler, oder Comedians stehen oft seit März komplett ohne Einkommen da. Auch Bühnentechniker, Soundtechniker, Bühnenbauer, Messebauer, Veranstaltungsfotografen, Technikverleiher, Lichttechniker, Veranstalter, Agenturen, Gardobieren, Museumswärter, um nur ein paar zu nennen, verlieren aktuell die Grundlage ihrer Existenz.
Über gut 1,5 Millionen Menschen reden wir hier, ihre Familien nicht mitgerechnet.

In den vergangenen Monaten haben viele dieser Leute extrem viel gearbeitet, noch mehr investiert und gleichzeitig auf sehr viele Einnahmen verzichtet, um Kultur zu ermöglichen und ihren Gästen ein sicheres Veranstaltungserlebnis zu ermöglichen.

Der Erfolg: Kulturveranstaltungen tragen in keiner Weise zum Infektionsgeschehen bei.

Eine großartige Leistung, oder?

Drauf geschissen. Ab Montag dürfen die Leute, die das erreicht haben, nicht mehr arbeiten.

Ich brauche darüber nicht zu jammern. Wie gesagt: Ich bin privilegiert. Stattdessen habe ich nur eine Frage: Was würde es für euch, euer Leben, eure Familie oder eure Kinder bedeuten, wenn ihr für 6, 8 oder 12 Monate (ohne Garantie, wie lange genau) ohne Einkommen zurechtkommen müsstet?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

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